Werdegang

Glogau ist die Stadt mit unter polnischen und ausländischen Touristen wenig bekannten Denkmälern und Großveranstaltungen. Seine Blütezeit erlebte es um die Wende des 17./18. Jh., als sich dort ein ungewöhnlicher Wirtschaftsboom nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges vollzog.

Die Folgen des 2. Weltkriegs prägten spürbar das Bild der Stadt - Glogau wurde zu 90% zerstört. Durch die Bemühungen der Einwohner werden die historischen Stadteile wieder belebt. Die wertvollen Bauwerke bekommen dank verschiedener Aktivitäten im Bereich des Fremdenverkehrs, der Bildung und Kultur, ihr neues Gesicht.

Diese Aktivitäten haben zum Ziel, ein breites Publikum in Polen und im Ausland anzusprechen. Das Projekt wird in  Glogau, einer Stadt, die sich durch ein günstiges Verkehrssystem auszeichnet, umgesetzt (Glogau ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im nördlich-westlichen Teil der Wojewodschaft Niederschlesien; die Stadt liegt etwa 100-130 km von der Grenze zu Deutschland und Tschechien sowie zu den Ballungsgebieten um Wrocław und Poznań entfernt).

Glogau verfügt über eine moderne Kulturinfrastruktur und kann auf einen starken, von Jahr zu Jahr sinkenden Fremdenverkehr stolz sein (im Vergleich zum Jahr 1998 nahmen im Jahr 2004 um über 2000 Besucher weniger das Angebot der Hotels in Anspruch, und das bei gleichzeitigem Zuwachs an Touristen aus dem Ausland um 10% - diese Erscheinung lässt die Stadtväter um die weitere Entwicklung des Fremdenverkehrs in Stadt und Umgebung bangen und zwingt sie zur Intensivierung der mit der Stadtförderung verbundenen Aktivitäten).

Hauptziele des Projektes „Kultur und Fremdenverkehr als treibende Kraft der Stadtentwicklung: Glogau in vier Jahreszeiten” ist gerade die Stimulation der gesellschaftlich-wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt in Anlehnung an zyklische und neue Kulturveranstaltungen (Lokalprodukte), Kulturdenkmäler, vorhandene Kultur- und Erholungsmöglichkeiten sowie das Angebot an Restaurants und Hotels. Die Umsetzung des Projektes ermöglicht die Förderung der Stadt und ihrer Umgebung als eines Ortes mit historischen Vorzügen und eines Ortes touristischen Kennenlernens.

Nicht zu vergessen ist dabei die Schaffung von Grundlagen für den sog. Kulturtourismus, dessen Ziele es ist, touristische Markenprodukte zu entwickeln. Aktiviert werden müssen folgende lokale Gemeinschaften: Selbstverwaltungen, Kultureinrichtungen, Schulen etc. Außerdem wird das Projekt zur Erhöhung des Prestiges und der Attraktivität, sowie der Nivellierung der Lebensqualität der Einwohner der Gemeinde, des Stadtkreises Glogau und der umliegenden Kreise beitragen.

Das Projekt ist komplex und umfasst eine umfassende Förderung lokaler Vorhaben vor allem im In- und Ausland sowie die Organisation von 3 Kulturveranstaltungen. Diese lokalen Vorhaben sollten das Kulturleben stimulieren. Die Förderungsaktivitäten werden verständlicherweise auch andere Branchen (insbesondere das Dienstleistungsangebot) stimulieren, was sich wiederum auf den lokalen Arbeitsmarkt, der durch hohe Arbeitslosigkeit (24%) und sinkende Beschäftigtenzahl in der Industrie gekennzeichnet ist, positiv auswirkt.

 
 
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